Rund um die Geschichte von Gartenbau

In den 6 - 2 Jahrhunderten vor Chr. hat sich der Gartenbau bereits entwickelt und ein recht hohes Niveau erreicht. Die ersten Erwähnungen der Gärten von Ägypten, Assyrien und Babylonien (die berühmten Hängegärten von Semiramis) gehören zu dieser Zeit. Etwas später, im alten Iran und in Persien, wurden nicht nur wunderschöne Schlossgärten, sondern auch ziemlich große Bereiche für die königliche Jagd, sogenannte Paradiese, angelegt.

Persien zu danken können wir jetzt eine Reihe von dekorativen Kulturen genießen: Rosen, Spierstauden, Lilien, Tulpen u.a.m. Dieses Land hat einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Landschaftskunst nicht nur in den östlichen Ländern, sondern auch im antiken Griechenland und in Spanien (maurische Gärten) ausgeübt.

Im antiken Griechenland gab es auch eigene Gartentraditionen. In den Gärten baute man Obstbäume (Apfel-, Pfirsich-, Oliven-, Quitten-, Granatapfelbäume und sicherlich Trauben) an, pflanzte Gemüse-, Würz- und Blumenpflanzen ein. Heilige Haine haben die Griechen zu Ehren der Götter gestaltet und mit Skulpturen geschmückt. Für Sportspiele und Wettkämpfe wurden spezielle Parks geschaffen, und „philosophische“ Haine waren zum Nachdenken gedacht. In den Wäldern und Parks gab es bereits Kastanien, Ulmen, Platanen und Eichen. Mit der Entwicklung der Städte entwickelte sich der städtische Gartenbau. Unter den Bedingungen des gebirgigen Griechenlands ist die Terrassierung zu einer völlig natürlichen Technik der Landschaftskunst geworden.

Der Reichtum des antiken Roms spiegelte sich auch im Gartenbau wider. Hier gab es private Gärten nicht nur mit Obstpflanzen, sondern auch mit Lorbeeren, Zypressen, Platanen, Buchsbäumen und Kastanienbäume. Die Häuser hatten einen gemütlichen kleinen Innenhof - Peristyl, in dem in der Regel Trauben, edle Lorbeeren und unprätentiöse Blüten wuchsen. Wasser war fast immer in den Höfen vorhanden. Die Straßen und Plätze der Stadt waren mit Baumreihen und Sträuchern bepflanzt, und das Grün der Straßen verschmolz mit dem Grün der privaten Gärten. Die Landhäuser der reichen Patrizier beeindruckten mit ihrer Pracht. In fast jedem Garten gab es ein Schwimmbad oder ein Bad, oft mit Mosaiken ausgekleidet. Prächtige Kolonnaden, Portiken, Marmorbänke, skulpturale Götterbilder, die den Garten schmückten, betonten den Reichtum des Besitzers. Bei der Planung solcher Gärten wurden die Traditionen des antiken Griechenlands nachverfolgt. In der Zukunft hatten die antiken Gärten einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Landschaftsarchitektur in ganz Europa.

Nur das Mittelalter mit seinen unaufhörlichen Kriegen begünstigte die Entwicklung des Gartenbaus nicht. Die Gärten "versteckten" sich hinter den Mauern und in den Klostergärten, wo Heil- und Gewürzkräuter angebaut wurden. Hier entstanden auch die ersten botanischen Sammlungen und die ersten botanischen Gärten.